Oracle Fusion Middleware Blog

Deutsche Informationen rund um Oracle Fusion Middleware

Oracle WebLogic Server 12.1.2 Rocks – Teil 1: Aufbau eines Oracle Linux 6 Oracle VM Virtual Box Images

leave a comment »

Diese Anleitung soll beispielhaft den Aufbau eines Oracle VM Virtual Box basierten Oracle Linux 6 Images demonstrieren. Es soll ausschließlich Validierungs-, Test- oder Schulungszwecken dienen und ist keineswegs für Produktivumgebungen geeignet.

This hands-on should show creation of a Oracle VM Virtual Box based Oracle Linux 6 imgage. Please note that this is for testing, development, evaluation and educational purposes only, as such it is unsupported and should not to be used in production environment.

Schritt 0: Download und Installation der Oracle VM Virtual Box Software

Zunächst muß die  Oracle VM Virtual Box Software und Oracle VM Virtual Box Extension Pack passend für das Host System (das System auf dem die Virtual Bpox Software läuft) heruntergeladen werden. Es sollte die gleiche Version für die Oracle VM Virtual Box software und das Oracle VM Virtual Box Extension Pack benutzt werden.

Downloads und Dokumentation sind hier zu finden:

https://www.virtualbox.org/wiki/Downloads

https://www.virtualbox.org/manual/ch01.html#intro-installing

https://www.virtualbox.org/manual/ch02.html

Installieren Sie Oracle Virtual Box und das  Extension Pack auf Ihrem System gemäß Anleitung.

Schritt 1: Download von Oracle Linux 6 U4 64 Bit

Zunächst muß Oracle Linux 6 runtergeladen werden (siehe dazu auch https://wikis.oracle.com/display/oraclelinux/Downloading+Oracle+Linux)

Hier wird der Weg über die Oracle Software Delivery Cloud demonstriert (URL ist: https://edelivery.oracle.com/linux )

image001

Nach Aufruf der URL kann man sich mit seiner Oracle Kennung anmelden. Falls Sie noch keine solche Kennung besitzen, können Sie sich hier auch registrieren. nach erfolgreicher Anmeldung  gelangt im nächsten Schtitt auf die Nutzungsrechte:

image003

 Um die Software herunterladen zu können, müssen alle Bedingungen nach eingehendem Studium akzeptiert werden.

Mit Continue geht es weiter. Nun ist als Product Pack Oracle Linux und als Plattform x86 64 bit auszuwählen. Mit Go wird die Suche gestartet und als Ergebnis erscheinen die zur Verfügung stehenden Media Packs.

image005

 Klickt man auf Oracle Linux Release 6 Update 4 Media Pack for X86 (64 Bit), so gelangt man auf die Download Seite:

image007

Jetzt kann Oracle Linux Release 6 Update 4 for x86 (64 Bit) herunterladen werden.

Schritt 2: Erzeugung eines Oracle VM Virtual Box Image

Auf Basis der heruntergeladenen Software wird nun eine Virtuelle Maschine erzeugt.

Dazu muss zunächst Virtual Box gestartet werden.

image009

Im Oracle VM Virtual Box Manager wird nun durch Auswahl von Machine -> New… die Erzeugung einer neuen Maschine angestossen.

image011

Hier ist der Name für die Virtuelle Maschine anzugeben; wir verwenden OracleVDD2013. Als Betriebssystem-Typ wählen wir Linux und als Version Oracle (64Bit) aus.

image013

In den nächten beiden Schritten sind Arbeitspeicher und Festplatte zu konfigurieren. Als erstes wird der Wert für die Größe des Arbeitspeichers, welcher der Maschine zur Verfügung stehen soll, angepasst.

image015

Im nächsten Schritt erzeugen wir eine virtuelle Platte.

image017

Dazu wählen wir VMDK aus.

image019

Der Plattenplatz soll dynamisch allokiert werden.

image021

Die Kapazität der Platte soll 12 GB betragen und die Platte taufen wir OracleVDD2013Disk1.

image023

Mit Create erzeugen wir die Platte.

Nun konfigurieren wir die virtuellen Netzwerkkarten und kehren dazu in den Oracle VM Virtual Box Manager zurück. Zunächst ist links die neu erzeugte Maschine auszuwählen.

image026

Nun klicken wir im rechten Bereich auf Network.

Aktuell sollte ein Netzwerk-Adapter aktiv sein (enabled). Die Konfiguration sollte so aussehen:

image028

Wir wollen eine zusätzliche Neztwerkkarte einrichten. Dazu klickt man auf Adapter 2 und wählt nun Enable Network Adapter, Attached to: NATals auch Cable connected aus.

Nun kann die Virtuelle Maschine gestartet werden.

image030

Eingangs wird man nach dem Installationsmedium gefragt. Wählen Sie an dieser Stelle das zuvor heruntergeladene Oracle Linux 6 U4 ISO File aus.

image032

image034

image036

Mit  Start wird die eigentliche Installation von Oracle Linux angestoßen.

image038

Wählen Sie Install or upgrade an existing system aus.

Das Medium muss nicht auf Fehler überprüft werden:

image040

Nun werden wir durch die Linux Installation geführt:

image042

Auf der ersten Seite wählen wir die Sprache aus, die während der Installation genutzt werden soll:

image044

Wir entscheiden uns für ein deutsches Tastatur-Layout:

image046

Auf der nächsten Seite wählen wir Basic Storage Devices aus:

image048

Da wir neu installieren, müssen wir uns um vorhandene Daten keine Sorgen machen:

image050

Als servername.domainname verwenden wir wlsserver.fmwdomain

image053

Klicken Sie hier auf Configure Network:

Als erstes konfigurieren wir die Netzwerkkarte eth0. Wählen Sie diese aus und klicken Sie auf Edit …

image056

Selektieren Sie Connect automatically

image059

Klicken sie auf den Reiter IPv4 Settings

image062

Überprüfen Sie, dass DHCP konfiguriert wurde: Automatic (DHCP). Klicken Sie auf  Apply …

Editieren Sie nun die Netzwerkkarte eth1. Wählen Sie auch Connect automatically aus. Im Reiter IPv4 Settings soll aber nun eine feste IP-Adresse konfiguriert werden (Method Manual). Klicken Sie auf  Add und  nutzen Sie als IP-Adresse 10.10.10.10 und Netzwerk-Maske 255.255.255.0

image066

Klicken Sie auf  Apply … und Close. Auf der nächsten Seite konfigurieren wir als Zeitzone Europe/Berlin

image068

Nun muss das root Password gesetzt werden.

image070

Im nächsten Schritt werden wir über die Benutzung der Platte gefragt. Wir wählen unten Review and modify partition layout aus.

image072

Das sollte so aussehen:

image074

Wir wollen die Platte gemäß Layout formatieren:

image076

image078

Im nächsten Schritt werden wir nach der Installation eines Bootloaders gefragt.

image080

Bei der Auswahl der Software entscheiden wir uns für Install Basic Server. Jedoch soll die Auswahl der Pakete angepasst werden. Deshalb wird zusätzlich Customize Now ausgewählt.

image082

Jetzt können wir Anpassungen vornehmen:

image084

Basic System:  keine Anpassungen

Servers: Auswahl von Server Platform, System administration tools

Im Bereich System administration tools wird oracle-rdbms-server-11gR2-preinstall-1.0.7.el6.x86_64 mittels Optional package hinzugefügt.

image086

image088

Web Services: keine Anpassungen

Databases: keine Anpassungen

System Management: keine Anpassungen

Virtualization: keine Anpassungen

Section Desktops: Auswahl Desktop, Desktop Platform, Fonts, General Purpose Desktop, Graphical Administration Tools, X Window System

image090

Im Bereich Graphical Administration Tools sollte dasPaket  system-config-lvm-1.1.12-15.el6.noarch als Optional Package hinzugefügt werden. Dies erlaubt die grafische Administration von Volume Groups und Volumes.

image092

Applications: Auswahl Emacs, Internet Browser

image094

Development: Auswahl Additional Development, Development tools, Server Platform Development

image096

Section Languages: keine Anpassungen

Nun werden alle Pakete installiert.

image098

Ist die Installation der Pakete beendet, wird ein Reboot ausgeführt.

Nach dem Neustart erscheint eine Welcome-Seite.

image100

Nun werden noch einige zusätzliche Konfigurationen vorgenommen:

image102

Nach dem Akzeptieren der Lizenzbedingungen kann optional eine Registrierung im ULN und das Anlegen weiterer Benutzer erfolgen. Wir lassen diese Schritte aus.

image104

image106

Nun können die Zeit- und Datumsangaben überprüft werden:

image108

Die Konfiguration von kdump überspringen wir an dieser Stelle und beenden die Installation.

Jetzt können wir uns als root anmelden und als erste Aktion die Maschine herunterfahren.

image110

Schritt 3: Hinzufügen weiterer virtueller Platten

Für unsere neue Maschine konfigurieren wir nun zwei weitere virtuelle Platten.

image113

Innerhalb der Storage-Konfiguration wählt man zunächst  den Controller Sata aus. Hier können neue Platten hinzugefügt werden (Add Hard Disk).

image115

image117

Wir erzeugen zunächt eine neue VMDK namens OracleVDD2013Disk2 der Größe 8GB.

image119

Analog erzeugen wir eine zusätzliche Platte vom gleichen Typ der Größe 8 GB namens OracleVDD2013Disk3.

image121

Nun kann die Maschine neu gestartet werden.

image123

Loggen Sie sich als root ein. Rufen Sie den grafischen Volume Manager auf.

image125

Hier sind zwei nichtinitialisierte Platten zu sehen.

image127

Wir fangen mit der Platte /dev/sdc an. Dazu muß diese mittels Initialize Entity zunächst initialisiert werden. Dabei werden wir explizit nach unserer Absicht befragt:

image129

Auch eine Frage nach Formatieren der Platte wird mit Ja beantwortet🙂

image131

image133

Nun sehen wir /dev/sdc unter Unallocated Volumes.

image135

Nach Auswahl erzeugen wir mittels Create new Volume Group eine neue Gruppe namens vg_wlsserver2.

image137
Nun erscheint diese Gruppe auch unter Volume Groups

image139

Klickt man auf Logical View der volume group vg_wlsserver2 kann man mittels Create Logical Volume ein Volume erzeugen.

image141

Wir nutzen lv_2 als Namen und setzen die Größe auf dessen maximale verfügbare Größe (8GB). Desweitern nutzen wir als File System ext4 und setzen  Mount and Mount when rebooted, wobei als Mount Point /u01 benutzt wird.

image143

image145

Wiederholen Sie nun obige Schritte um die verbleibende nichtinitialisierte Platte /dev/sdb zu aktivieren. Benutzen Sie dabei  vg_wlsserver3 als Namen für die Volume Group,  lv_3 als LV Namen und  8 GB für die Größe. Nutzen Sie als File System ext4 und wählen Sie wiederum Mount und Mount when rebooted aus. Mount Point ist /u02.

Beenden Sie den Volume Manager. In einem geöffneten  Terminal (Application –> System Tools –> Terminal) kann man nun mittels df -k den nun verfügbaren Platz ermitteln.

image147

Setzen Sie nun das Passwort des Benutzers Oracle mittels  passwd oracle

Starten Sie das System neu und loggen Sie sich als Benutzer oracle ein. Überprüfen Sie nochmals Ihren Plattenplatz  df –k, ob alle Volumes nach einem Neustart zur Verfügung stehen.

Schritt 4: Installation der Virtual Box Guest Additions

Um Shared Folder, bidirektionale Zwischenablage zwischen Gast- und Hostbetriebssystem und andere Funktionalität nutzen zu können, müssen die Virtual Box Guest Additions installiert werden:

image149

Es erscheint ein folgende Meldung:

image151

Nach Klicken von OK brechen wir ab. Da wir die Installation manuell durchführen wollen klicken Sie auf Cancel.

image153

Öffnen Sie ein neues  Terminal und wechseln sie zum root Benutzer  (su –). Gehen Sie in das Verzeichnis /media

Hier gibt es ein Unterverzeichnis namens  VBOXADDITIONS_your_version

Wechseln Sie in diese Verzeichnis und führen Sie das Kommando sh VBoxLinuxAdditions.run aus.

image155

Fahren Sie die Maschine herunter.

Klicken Sie nun im rechten Bereich auf Shared Folders und dann  + (Add New Shared Folder)

image159

Wählen Sie ein Verzeichnis des Host-Systems aus, von dem Sie aus der virtuellen Maschine heraus zugreifen wollen, z.B. D:\. Geben Sie für den Namen des Shared Folders shared an. Wählen Sie Auto-mount aus.

image161

Nun kann die Maschine erneut gestartet werden. Als root kann man nun auf das Verzeichnis /media/sf_shared zugreifen. Diese Verzeichnis kann nun benutzt werden, um Dateien mit dem Host-System auszutauschen.

Schritt 5: Aktivieren des öffentlichen Yum Repositories

Um das öffentliche Yum Repository zu aktivieren müssen Sie Internet-Zugang haben und eth0 aktiv sein.

image166

In einem  Terminal führen Sie als root folgende Kommandos aus:

# cd /etc/yum.repos.d

# wget http://public-yum.oracle.com/public-yum-ol6.repo

Schritt 6: Update Firefox

In einem  Terminal führen Sie als root folgende Kommando aus:

# yum install firefox

Starten Sie Firefox und rufen Sie eine externe Seite auf, z.B.  http://www.oracle.com

Evtl. müssen Sie die Proxy-Einstallungen gemäß Ihres internen Ntzwerkes einstellen.

Schritt 6: Installation dos2unix Tool

In einem  Terminal führen Sie als root folgende Kommando aus:

# yum install dos2unix

Schritt 7: Anpassen der /etc/hosts Datei

In einem  Terminal passen Sie als root die Datei /etc/hosts folgendermaßen an:

127.0.0.1 localhost.localdomain      localhost

10.10.10.10     wlsserver.fmwdomain wlsserver

Entfernen Sie alle anderen Zeilen (dies ist für unsere Spielumgebung ok). Testen Sie die Konfiguration:

# ping wlsserver

# ping wlsserver.fmwdomain

Erzeugen zusätzlicher Verzeichnisse

Für die Fusion Middleware 12.1.2 Installationen und How-Tos, die wir in folgenden Blog-Einträgen beschreiben, werden zusätzliche Verzeichnisse gebraucht. In einem  Terminal führen Sie als root folgende Kommando aus:

# cd /u01/

# mkdir -p app/oracle/fmw/wls12.1.2  #for weblogic installation

# mkdir -p app/oracle/fmw/ohs12.1.2  #for ohs installation

# mkdir -p app/oracle/fmw/oepe12.1.2 #for oepe installation

# mkdir -p app/oracle/jdk             #for jdk installations

# mkdir -p app/oracle/software       #for software downloads

# chown -R oracle:oinstall /u01/app/oracle

# cd /u02

# mkdir -p app/other/software        #for 3rd party software downloads

# chown -R oracle:oinstall /u02/app/other #In /u02/app/other/ we will install 3rd party software like Maven.

<MB>

Written by fmtechteam

19/09/2013 um 21:17

Veröffentlicht in Michael Bräuer, Uncategorized

Tagged with ,

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: